Unsere Geschichte

Allgemeines:

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) ist ein politischer Studentenverband, der bundesweit tätig ist und seinen Sitz in Berlin hat. Derzeit gibt es über 100 Hochschulgruppen, die dem RCDS angehören und in Landesverbänden (z.B. dem RCDS in Bayern e.V.) organisiert sind. Die Mitgliederzahl beläuft sich auf etwa 8000.

Die politische Arbeit des RCDS basiert auf den christlich-abendländischen Grundwerten und somit bekennen wir uns zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, den Menschenrechten, der sozialen Marktwirtschaft und dem Grundgedanken der Europäischen Einigung.

Geschichte des RCDS Erlangen:

Unsere Hochschulgruppe wurde erstmals im Jahr 1946 erwähnt. Sie gilt neben Eichstätt, München und Würzburg als eine der ersten christlich-demokratischen Studentengruppierungen in Bayern. Die amerikanischen Vorbehaltsrechte schränkten das Wirken und Handeln der bürgerlichen Studentengruppen jedoch stark ein, denn zu dieser Zeit war „jede parteiliche Tätigkeit“ an den Hochschulen verboten.

Im Jahre 1947 fand ein Zusammenschluss der bis dahin vier aktiven Gruppen statt und es entwickelte sich nach und nach der Landesverband RCDS in Bayern e.V. Zu Beginn der politischen Arbeit des RCDS wurde das konservative Wählerpotential mehrheitlich durch (vorwiegend katholische) Studentenverbindungen und Studentengemeinden bestimmt, weshalb der RCDS anfangs eher eine Nebenrolle in der Hochschulpolitik spielte.

Der heutige Bundesverband des RCDS wurde schließlich auf der ersten Bundesdelegiertenversammlung im August 1951 in Bonn offiziell gegründet.

Im Jahre 1952 wurde unsere Gruppe an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen offiziell ins Leben gerufen.

Mit Beginn der 1960er Jahre konnte der RCDS seine Position in den Studentenparlamenten zeitweilig stärken, geriet jedoch infolge der Studentenbewegung wieder in die Defensive. Als zu Beginn der 1990er Jahre die einstmals mehrheitlich vertretenen, linken Studentenverbände zusammenbrachen, konnte der RCDS wieder verstärkt in der Hochschulpolitik Fuß fassen und sich für die Interessen der Studenten einsetzen.

Wir sind stolz, dass aus unserer Gruppe in Erlangen bereits mehrere politische Persönlichkeiten hervorgegangen sind. Einer unserer Gründungsväter Dr. Wilhelm Vorndran war in seiner Studienzeit stellv. Landesvorsitzender des RCDS in Bayern e. V. und bekleidete von 1990 bis 1994 das Amt des Landtagspräsidenten.

Unter anderem hatte auch der Bayerische Staatsminister des Inneren Joachim Herrmann von 1977 bis 1978 den Vorsitz inne und wurde im Jahre 1979 zum Landesvorsitzenden gewählt. Er engagierte sich auch von 1977 bis 1982 alljährlich in verschiedenen Kollegial- und Studentenvertretungsorganen der FAU.

Auch der CSU-Politiker Dr. Kurt Höller, der jahrelang in der Erlangener Hochschulpolitik mitwirkte, wurde nach seiner Amtszeit als Vorsitzender in Erlangen später zum bayerischen Landesvorsitzenden gewählt.

Weitere namhafte Mitglieder des RCDS sind unter anderem Wolfgang Schäuble, Thomas de Maizière oder Heiner Geißler.

Der Bundesvorsitzende des RCDS ist zugleich beratendes Vorstandsmitglied der CDU, was eine direkte Einbringung studentischer Interessen auf höchster politischer Ebene ermöglicht.

Der RCDS Erlangen ist im Landesverband RCDS in Bayern e.V. sowie im Bundesverband organisiert und in den verschiedensten Ebenen wie Landesvorstand oder Politischer Beirat aktiv. Bis heute trifft sich der RCDS Erlangen jeden Dienstag in den Räumen des Konrad-Adenauer-Hauses in Erlangen und tritt für die Belange der Studentinnen und Studenten der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg ein.